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Einige Daten
Aktuelle Version: 6.1
Multitasking-OS (wahlweise präemptiv)
beliebig viele Fenster
Besonderes: Iconify, Laufwerk U (teilweise MiNT-kompatibel),
Popup-Menü, Window-Shading,
Single-Mode, Taskmanager, Taskwechsel
Allgemein sollte man über MagiC wissen, dass dieses Betriebssystem in Form der Datei MAGIC.RAM vorliegt und durch den MagiC-Booter (MAGXBOOT) beim Booten in den Speicher geladen wird. Dieser löst auch sogleich einen Reboot (Warmstart) aus. Danach ist der MagiC-Kernel aktiv und der XTENSION-Ordner wird abgearbeitet. Dann sollte man möglichst bald (also z.B. direkt nach dem Bootselektor) MAGTOROM starten, damit der Kernel geschützt wird. Dieses Vorgehen erübrigt sich, wenn Outside oder vram laufen, die diese Funktion ebenfalls bieten. Übrigens wird die MAGX.INF schon direkt nach dem Reboot eingelesen, wodurch schon dann das Environment, die permananten VFAT-Laufwerke und die Standardpfade feststehen.
Externe Quelle (nicht Teil dieser Distribution):
MAGIC5.HYP
- MagiC 5-Dokumentation
Hat jinnee sowieso!
Unter MagiC gibt es eine Art AUTO-Ordner , den sogenannten APPS-Ordner. In ihm sollten nur Programme liegen, die parallel gestartet werden sollen, so z.B. eine Systemuhr oder ein Utility. U.U. werden hier aber auch Programme abgelegt, die eigentlich im AUTO-Ordner liegen sollten, aber unter MagiC nach der GEM-Initialisierung gestartet werden müssen. Dazu gehört z.B. NOSYSTEM.PRG, das sonst nicht seine Aufgabe erfüllt, nämlich die, das no|System Applikationen wie WordPlus zur Verfügung zu stellen. Der Pfad des APPS-Ordners ist in der MAGX.INF einstellbar, lautet aber normalerweise (Standard-Konfiguration) C:\GEMSYS\MAGIC\START\. Alle Programme , die auf diese Art ausgeführt werden sollen, müssen *.APP oder *.PRG heißen. Will man eines also kurzzeitig deaktivieren, kann man es einfach umbenennen (z.B. *.??X)
Im Folgenden nun eine typische APPS-Ordner-Konfiguration:
Programm Konfig.-Datei(en) Funktion
START.APP ${HOME}\START.SET Startbutton
BUBBLE.APP - BubbleGEM-Hilfe
(BUBBLEGEM.CPX)
BIRTHDAY.APP BIRTHDAY.DAT, .CFG Geburtstags-Erinnerer
BIRTHPAY.DAT
APPLINE.APP APPLINE.INF Taskleiste
FFE.APP - Fontselektor-Applikation
POPFOLD.APP - Popup-Server (z.B. von jinnee
benutzt)
GANDHI.APP GANDHI.INF Statt Bomben Nachrichten!
MGNOTICE.APP - Notizzettel
JINGO.PRG JINGO.CFG Geburtstags-Notizzettel für jinnee
CLOCK.APP C:\CLOCK.INF Systemuhr
FLOCK_OK.PRG - Nur für Ataris, deren DMA-Chips
nicht zwischen Floppy und Platte
unterscheiden (also < 68030)
ICFS.PRG - Unter MagiC muss ICFS in den
APPS- statt in den AUTO-Ordner!
(ICFS.CPX)
XMEN_MGR.PRG - Menüzeilen-Submenüs von MultiTOS,
ab MagiC 5.x unnötig.
KEYWATCH.APP - Überprüft ständig, ob eine
Alt-Control-Tastenkombination
betätigt wurde und gibt diese ggf.
an den AV-Server weiter.
NOSYSTEM.PRG - Wie gehabt, nur eben hier.
WBDAEMON.APP - WriteBackCache-Dämon
VT52.APP - Damit's immer da ist, wenn man's
braucht!
MLTISTRP.APP ${HOME}\MLTISTRP.INF MultiStrip, die Taskleiste
OLGA.APP ${HOME}\OLGA.INF OLGA, Object Linking for GEM
Applications
STIC.APP StiC, der Stewart Icon Server
TWSM2.APP ${HOME}\TWSM2.INF TWSM2, Tommis Workspace Manager
HAJI.PRG Haji, die Kontextapplikation
MAUSWIND.PRG ${HOME}\MAUSWIND.INF MausWind, der WindowTopper
MPC_TIME.PRG MPC-Time, die MPC-Uhrkorrektur
MENU3D.PRG Menu3D: graue Menüleisten
RATSCH.PRG Ratsch aus den Mani-Tools: Menüs
abreißen und ablegen!
SYSSOUND.PRG, *.RAW Das SysSound-Paket: Systemsounds
SYSOPTI1.PRG, (theoretisch...) auch unter MPC
SYSOPTI2.PRG, und MagiCMac.
SYSOPTI3.PRG
Unter MagiC gibt es, wie unter MiNT/MultiTOS auch, das Laufwerk U:. Neben den Aliasen der restlichen Laufwerke befinden sich hier auch die "Ordner" DEV, PIPE, PROC und SHM. Welche Bedeutung ihnen im Einzelnen zukommt, wird gleich geklärt. Quasi-Laufwerke wie eine XFS-RAM-Disk können hier genauso als Alias angelegt werden wie eigene Aliase. Um solche selbst angelegten Links beim Shutdown zu sichern, gibt es eigene Programme; SMU z.B. erledigt das aber gleich mit (wenn /savelinks gesetzt ist).
"Ordner" Funktion
DEV Die Devices bzw. Workstations. Hier liegen die Geräte,
also z.B. CON, PRN, AUX etc. Abgesehen davon kann man hier
auch virtuelle Workstations wie fPRN (schneller Druckertreiber
von NVDI ) finden. Man kann also alternativ zur Ausgabe-
umlenkung einer Shell einfach auf eines dieser Devices
schreiben (z.B. per "Speichern unter...") und erhält bsplsw.
bei Benutzung von PRN eine 1:1 Ausgabe auf den Drucker.
PIPE Momentan wird die Pipe von MagiC nur für das Drag&Drop-
Protokoll benutzt. (-> MAGIC5.HYP - MagiC-Doku: Pipes)
PROC In PROC erscheinen alle zur Zeit laufenden Prozesse als
Dateien, die aus dem Tasknamen (Name) und der Prozess-ID
(Extension) bestehen.
SHM Das Verzeichnis SHM wird für alle Aktivitäten mit
Shared-Memory benutzt.
Lange Dateinamen kann man über VFAT-Conf einstellen:
C:\GEMSYS\MAGIC\VFATCONF\VFATCONF.PRG
Zu VFAT-Conf: Permanent bedeutet, dass die selektierten Laufwerksbuchstaben in die MAGX.INF geschrieben werden und somit beim nächsten Booten gleich so konfiguriert werden. Temporär heisst, dass die Einstellungen übernommen, aber nicht dauerhaft gesichert werden.
Aliase bzw. Symbolische Links erzeugt man so:
Neben den reinen Anwenderprogrammen und den Benutzertools gibt es auch einige Systemprogramme, die nur unter MagiC ihren Zweck erfüllen. Diese sind meist im C:\GEMSYS\GEMDESK\-Ordner zu finden und heißen i.A. MG*.APP:
Programm Funktion APPLICAT.APP Applikations- und Iconzuordnung für MagiCDesk CHGRES.PRG Auflösungswechsel MAGXDESK.APP MagiCDesk (Desktop) MGCOPY.APP MagiCDesk-Kopierprogramm MGEDIT.APP MagiC-Editor MGFORMAT.PRG MagiCDesk-Diskettenformatierer MGSEARCH.APP MagiCDesk-Dateisucher MGVIEW.APP MagiC-Standard-Anzeigeprogramm SHUTDOWN.PRG Standard-MagiC-Shutdown VT25.PRG MagiC VT52-Emulator
In der Regel C:.
Z.B. Fensteranzahl, Pfade, Aussehen etc.
65535 > Bytewert > 4192
Die Konfiguration des Multitasking-Betriebssystems MagiC erfolgt in der Datei MAGX.INF, die sich auf der Root des Bootlaufwerks befindet. Eine kommentierte Beispiel-MAGX.INF findet sich standardmäßig im Verzeichnis C:\GEMSYS\MAGIC\UTILITY\EXTRAS\.
Neben den reinen Einstellungen der Umgebung von MagiC werden hier auch die komplette Konfiguration des MagiCDesks und die Definition der permananten VFAT-Laufwerke festgehalten und abgespeichert.
Die Datei MAGX.INF ist wie folgt aufgebaut:
#_MAG MAG!X v06.1 #[vfat] drives=af #[aes] #_ENV PATH=;C:\HOME\;C:\GEMSYS\GEMDESK\;C:\ #_BUF 5000 #_DEV 4 0 #_OBS 8 16 0 0 #_TXB 1 1 6 #_TXS 1 1 4 #_INW 0 1 0 10 #_FLG 13 #_WND 40 #_TSL 1 32 #_SCP C:\CLIPBRD\ #_TRM C:\GEMSYS\GEMDESK\VT52.PRG #_ACC C:\ #_APP C:\GEMSYS\MAGIC\START\ #_AUT C:\LOGIN.PRG #_SHL C:\JINNEE\JINNEE.APP #[shelbuf] #_CTR #a000000 #b000000 #c7770007000600070055200505552220770557075055507703111103 #d ; #_DSK MAGXDESK V4.00 1 ... #_DPP
Wie man ersehen kann, beginnen die Konfigurationsvariablen immer mit "#_" und werden, durch ein Leerzeichen getrennt, von den jeweiligen Werten gefolgt. Die Einträge, die aus [...] bestehen, leiten Sektionen ein; derzeit gibt es nur die Sektionen "VFAT" und "AES". Deaktiviert werden Variablen durch ein vorangestelltes ";". Außer #_CTR und den folgenden darf jede Variable fehlen, es werden dann Defaultwerte eingesetzt.
Eintrag beispielhafter Wert Erläuterung
#_MAG MAG!X v06.1 Hier wird die Version angegeben,
die z.B. vom MagiCDesk im
Infodialogangezeigt wird.
#[vfat] Beginn der Sektion "VFAT".
;drives=af In diese Zeile werden die
permanenten VFAT-Laufwerke von
VFAT-Conf eingetragen. Man kann
auch selbst welche hinzufügen.
#[aes] Beginn der Sektion "AES".
#_ENV AVSERVER=JINNEE So werden Environment-Variablen
in der MAGX.INF gesetzt. Hinter
Env.-Definitionen dürfen keine
Kommentare stehen, damit auch
Semikolen benutzt werden können.
Wird keine Env.-Variable
definiert, wird das BIOS-Env.
benutzt.
#_BUF 5000 Der Shell-Puffer (auch für die
temporäre Abspeicherung der
MagiCDesk-Konfiguration) und seine
Größe in Byte.
#_DEV 4 0 Hier wird das Bildschirm-Device
(Klartext: die Standardauflösung)
angegeben. Für den ersten Wert:
2 = ST niedrig, 3 = ST mittel,
4 = ST hoch, 6 = TT mittel,
8 = TT hoch, 9 = TT niedrig.
Der zweite ist immer 0, außer der
Rechner ist ein Falcon.
#_OBS 8 16 0 0 Höhe einer Resource-Einheit,
normalerweise 8*16.
#_TXB 1 1 6 Definition der Systemfonts. Es
#_TXS 1 1 4 sind auch proportionale
Systemfonts erlaubt (TXB = großer
Font, TXS = kleiner Font).
#_INW 0 1 0 10 Font der Info-Zeile
#_FLG 31 MagiC-Flags
#_WND 40 Anzahl der Fenster
#_TSL 1 32 Timeslice-Einstellungen. Werden
normalerweise im Timeslice-CPX
eingestellt und bestimmen die
Zeitscheibendauer und die
Hintergrundpriorität.
#_SCP C:\CLIPBRD\ Pfad des GEM-Klemmbretts
#_TRM C:\GEMSYS\GEMDESK\VT52.PRG Pfad des VT52-Emulators
(TOS-Programme in Fenstern)
#_ACC C:\ Pfad der Accessories
#_APP C:\GEMSYS\MAGIC\START\ APPS-Ordner
#_AUT C:\LOGIN.PRG Autostart-Programm, das noch
vor der Shell gestartet wird
#_SHL C:\JINNEE\JINNEE.APP Desktop (deaktiviert: MagiCDesk)
#[shelbuf] Beginn der Sektion "Shelbuf".
#_CTR Hier beginnen die Kontrollfeld-
daten (aus Kompatibiltätsgründen)
für das Uralt-Kontrollfeld
übernommen (Der Kram steht
übrigens auch in der NEWDESK.INF!)
-> Das Semikolon am Ende der
#d-Zeile gibt das Ende der
Leerzeichenkette an (ebenfalls
Uralt-Standard).
#_DSK MAGXDESK V4.00 1 Hier beginnen die MagiCDesk-
Einstellungen...
...
#_DPP ... und hier sind sie zu Ende.
(nach dem DPP kommt noch ein
Leerzeichen!)
Fonts in MagiC
Seit MagiC 6 kann man proportionale Fonts als Systemfont in MagiC einbinden. Diese Möglichkeit bringt vielerlei Probleme mit sich, und um die Systemfonts einfach und problemlos zu installieren, sollte man sich ein passendes Programm zulegen. Zur Auswahl stehen derzeit zwei: zum einen der MagiC-Configurator (MagiCCFG), der aber in Versionen vor 1.25 noch Schwierigkeiten mit der Liberty (der Freedom2-Library) hatte und deshalb unter manchen Konfigurationen nicht benutzbar war. Zum anderen MagiC Setup (MSU, nur englisch).
#_OBS:
Die Höhe einer Ressource-Einheit lässt sich ab MagiC
5.20 unabhängig vom großen AES- Zeichensatz
festlegen. Insbesondere bei Vektorfonts sollte hier ein festes Raster von 8*16
eingetragen werden, um Anwenderprogramme nicht zu verwirren.
Syntax: #_OBS <horiz.Raster> <vertik.Raster> 0 0
#_TXB/#_TXS:
Zeichensatz und -höhe lassen sich
ab MagiC 5.20 für den kleinen und den großen
AES-Zeichensatz getrennt einstellen. Hier
muss unbedingt angegeben werden, ob der Zeichensatz
proportional oder äquidistant ist. Proportionale Zeichensätze
funktionieren ab MagiC 6.
Syntax
#_TXB <fontID> <monoFlag> <pixelHöhe>#_TXS <fontID> <monoFlag> <pixelHöhe>#_INW:
Hiermit kann man das Aussehen der INFO-Zeile aller Fenster ändern
lineh Zeilenhöhe. Eine Höhe von 0 bedeutet: Standardhöhe
fontID Zeichensatz-ID für die INFO-Zeile. Eine 0 bedeutet:
derselbe Zeichensatz wie für den großen AES-Text
monoFlag 1 (äquidistant) oder 0 (proportional)
fontH Zeichensatzhöhe für vst_height
Syntax: #_INW lineh fontID monoFlag fontH
Die MagiC-Flags
Hier kann man verschiedene Einstellungen vornehmen, die das Aussehen von MagiC beeinflussen. Dabei bewirken:
Bit 0: Das MagiC-Logo wird links (1) oder rechts (0) von der Menüleiste
dargestellt.
Bit 1: Die 3D-Effekte bei mindestens 16 Farben werden ein- (0) oder
ausgeschaltet.
Bit 2: Der Backdrop-Button wird dargestellt (0) oder nicht (1). Wenn
kein Backdop-Button angezeigt wird, muss ein Fenster durch
Einfachklick auf den Titelbalken nach hinten befördert werden.
Bit 3: MagiC 4-Fenstertitel, d.h. mit Linien, verwenden (0) oder
stattdessen traditionelle Füllmuster (1) anzeigen.
Bit 4: Für den Fall, dass Bit 3 gelöscht ist, d.h. die MagiC 4-Fenstertitel
aktiviert sind, kann man festlegen, ob der Fenstername in
3D-Schrift (0) oder normal (1) erscheinen soll.
Bit 5: Ist dieses Bit gesetzt, wird die Bedeutung der Ctrl- bzw. Strg-
Taste beim Fensterscrollen umgekehrt, d.h. das Echtzeitscrolling
ist per Default abgeschaltet.
Bit 6: Dito für Echtzeitvergrößern und -verschieben
Bit 7: 3D-Menüs einschalten. Geht nur bei proportionalem großen
AES-Zeichensatz
Fehlt der #_FLG-Eintrag, werden alle Flags als 0 angenommen.
Die NVDI-Vektorfonttabelle kann eigentlich stehen, wo sie will. Ein möglicher Platz wäre z.B. der GEMSYS-Ordner, wie in diesem Fall. Die Festlegung des Platzes erfolgt in der NVDI.INF (Root).
Gibt's da überhaupt eins für den Atari?
Heißt vollständig: "eXtended FileSystem".
Installiert das Device "FPRN" in U:\DEV\, über das man schneller drucken kann.
Wird z.Zt. nur von MGEDIT benutzt.
Um in der MagiC-Welt den Überblick behalten zu können, ist es ratsam, sich einmal näher mit der Ordnerstruktur dieses Betriebssystems zu befassen. Hier also das Baumdiagramm:
C:\
\GEMSYS\
\GEMDESK\
\MAGIC\
\START\
\STOP\
\XTENSION\
Im GEMSYS-Ordner tummelt sich so ziemlich alles, was für das System wichtig ist. Direkt in \GEMSYS\ liegen:
Im GEMDESK-Ordner liegen die eigentlichen MagiC-Programme und deren Konfigurationsdateien, so z.B. auch das MagiCDesk (und im Unterordner \RSC\ dessen Icondateien).
Der MAGIC-Ordner beeinhaltet nur Unterordner, bildet also quasi eine Objektgruppe. In den Unterordnern findet man i.A. die MagiC-APPS (\START\), die Programme, die am Ende eines Shutdowns ausgeführt werden (\STOP\) und die Systemerweiterungen (\XTENSION\).
Im START-Ordner liegen für gewöhnlich die MagiC-APPS,
wenn es in der MAGX.INF nicht anders konfiguriert wurde.
(
APPS-Ordner )
START auf C:
APPLINE.APP APPLINE.INF APPLINE.RSC AVBUBBLE.APP BIRTHDAY.CFG BIRTHDAY.DAT BIRTHDAY.LOG BIRTHDAY.PRG BIRTHPAY.DAT BUBBLE.APP CLOCK.PRG FLOCK_OK.PRG GANDHI.APP GANDHI.RSC GEMJING.PRG GEMJING.RSC HAJI.INF HAJI.PRG HAJI.RSC ICFS.PRG JINGO.CFG JINGO.PRG KEYWATCH.PRX MAGC_XFS.PRG MAUSWIND.INF MAUSWIND.PRG MC_RESC.APP MGNOTICE.APP MGNOTICE.RSC MLTISTRP.APP MLTISTRP.RSC NOSYSTEM.PRG OLGA.APP POPFOLD.APP RASN.APX RASN.RSC SCRIPTER.APP SCRIPTER.DAT SPICA.APP SPICA.CNF SPICA.SET START.APP VT52.PRG WBDAEMON.PRG
Alle Programme, die sich im STOP-Ordner befinden, werden am Ende eines Shutdowns automatisch ausgeführt. Für die Dateiendungen auszuführender Programme gilt übrigens dasselbe wie für den APPS-Ordner. Sinnvolle Programme für diesen Ordner sind z.B. das CLRRESET.PRG für die MagnumST-Karte, das dafür sorgt, dass ein Reboot reibungslos abläuft, LIVESAVE.PRG, das eine Datensicherung durchführt, RASNSTOP.PRG für RationalSounds' Shutdownklang oder etwa ein Logout-Programm für Multiuser-Umgebungen.
Im XTENSION- bzw. Systemerweiterungen-Ordner befinden sich i.A. Programme wie ein RAM-Disk-XFS oder andere Erweiterungen. Im Lieferumfang von MagiC 6.0 befinden sich bereits einige solcher Erweiterungen, nämlich:
Hier können auch andere Extensions wie ein RAMDISK.XFS , das NVDI-Fastprintdevice "DEV_FPRN.DEV", das NVDI-PC "NPC_PRN.DEV" oder das MagiC PC Modem2-Device liegen.
So nennt es die Windows-Welt...
Im Folgenden werden Feinheiten wie "Accessory-Nachstarten unter MagiC" oder "Schutz des MagiC-Kernels" und "Der Single-Mode" näher erläutert. Abschließend befassen wir uns noch mit dem Thema "Das MagiC-Fensterchaos".
Wie werden Accessories unter MagiC behandelt?
Unter MagiC sind ACCs
quasi mit Programmen gleichgestellt, sie dürfen sich nur nicht selbst beenden.
Startet man ein Accessory, so wird es ins ACC-Menü eingetragen, sofern
noch ein Slot (Eintrag) frei ist. Maximal stehen, wie unter Single- TOS auch,
6 Slots zur Verfügung. Läuft ein Accessory bereits, werden ihm üblicherweise
Parameter per VA_START-Nachricht übergeben.
Wie schütze ich den MagiC-Kernel?
Das geht mit dem AUTO-Ordner-Programm
MAGTOROM. Dieses ermittlet die Speicheradresse
des MagiC-Kernels (Image der MAGIC.RAM)
und schützt diese vor Übergriffen durch andere Programme.
Da hierzu eine PMMU benötigt wird, ist die Mindestanforderung dieses Programms
an den Rechner ein TT030, Falcon, Medusa T40, Hades, Milan o.ä., also ein
Rechner mit PMMU (diese Rechner sind bei Atari alle mit einem >= 68030er
ausgestattet).
Das Schützen des Kernels ist aber nicht wirklich notwendig, es geht auch so oder eben mit Outside. Des weiteren soll es mit MAGTOROM Schwierigkeiten geben bzw. gegeben haben (was war das doch gleich wieder...?)
Der Single-Mode
Unter MagiC wird es, v.a. bei älteren Programmen,
u.U. nötig, einmal eine Applikation "single", also alleine, zu
starten. Statt jedoch dazu alle anderen Prozesse (Tasks) zwangszuterminieren
:-), werden diese einfach "gefreezed", d.h. eingefriert. Diese können
also keine Ausgaben mehr machen, verweilen aber im Speicher, bis das Single-Programm
sich beendet oder der Benutzer ein Programm "unfreezed", d.h. wieder
in Betrieb nimmt. Zu diesem Zweck ruft man den Taskmanager auf (Alt-Control-Esc,
bei MagiC PC Alt-Control-^), selektiert das
jeweilige Programm und drückt "U"; es geht aber z.B. auch automatisch
mithilfe des Programms MagiC Taskunfreeze.
I.A. kann man ein Programm im Single-Mode starten, indem man beim Doppelklick
auf die Applikation auf dem Desktop die Shift-Taste festhält.
Das MagiC -Fensterchaos
GEM-Fenster sind keine Seltenheit auf dem Atari. Unter MagiC
sind einige Features hinzugekommen, die das Arbeiten erleichtern und mithelfen
sollen, den Überblick über das Fensterchaos zu behalten. Um nur einige
zu nennen: Iconify, Window-Shading und Backdropping. Nun aber im Einzelnen:
Das MagiC-Popup
Das MagiC-Popup ist nicht selten eine gute Methode, etwas Ordnung in das Fensterchaos
zu bringen. Neben der Möglichkeit, den aktuellen Task am vorangestellten
Haken erkennen und ggf. ausblenden lassen zu können, kann man hier auch
feststellen, ob eine Applikation zur Zeit ausgeblendet ist.
Angezeigt werden sowieso nur Programme,
die eine Menüleiste angemeldet haben. Abgesehen davon kann man auch schnell
man den Schirm "putzen", was hier "aufräumen" heisst
- Tastenkombination Alt-Control-Clr/Home.
Man kann auch ein Programm starten und den zur Zeit verfügbaren Speicher
ablesen (immer hellgedruckt).
Taskwechsel
Eine andere Methode, zwischen den laufenden Applikationen bzw. denen mit geöffneten
Fenstern zu wechseln stellt der Taskwechsel dar, der, ähnlich wie unter
Windows, mit Control-Alt-Tab ausgelöst werden kann. Hält man
dabei die beiden Steuertasten fest, kann man in der Mitte des Bildschirms in
einer kleinen Box den Tasknamen der Applikation ablesen, die beim Loslassen
aller Tasten aktiviert wird. Hält man die Steuertasten weiter fest, drückt
aber wiederholt Tab, so wechselt der Name in der Box bei jedem weiteren Druck
auf Tab.
MagiC PC-Shortcuts
Verschiedene MagiC-Shortcuts sind unter MagiC PC anders erreichbar als in der MagiC-Version für originale TOS-Rechner:
MagiC MagiC PC Funktion Control-Alt-Esc Alt-Strg-^ Taskmanager Alt-Tab Alt-Strg-Tab Taskdurchlauf Control-Alt-ClrHome Alt-Strg-Ende Bildschirm aufräumen Control+Alt+Delete AltGr-Entf Warmstart Control+Alt+'<' ?! Sagt's mir! Alle einblenden
Befindet man sich unter MagiC PC in der Betriebsart "Maus einfangen", ist ein Wechsel zur Windows-Seite nicht direkt möglich. Daher muss man auf eine der folgenden Shortcuts zurückgreifen:
Letztere Methode hat zudem den Vorteil, dass MagiC PC in einen Pause- Zustand verstetzt wird und somit genug Rechenzeit für Windows-seitige Aktionen zur Verfügung steht.
Die AUTOEXEC.BAT
Was?! AUTOEXEC.BAT? Ich hab' doch keine DOSe!
Stimmt schon. Aber etwa seit MagiC 4 gibt es eine Datei diesen Namens
auch unter MagiC bzw. MagiC PC. Mit ihrer Hilfe kann man die
Startreihenfolge der AUTO-Ordner-Programme festlegen, ohne auf deren
physikalische Reihenfolge (also auf dem Medium) zu achten.
Die Datei sollte dann auch im AUTO-Ordner angelegt werden und enthält neben den Dateinamen der AUTO-Ordner-Programme ggf. auch Kommentare, die mit je einem Semikolon ";" eingeleitet werden. Im Gegensatz zu Kommentaren jedoch müssen die Namen der zu startenden Programme jeweils am Anfang einer Zeile stehen.
Die Startreihenfolge ergibt sich einfach durch die Reihenfolge des Vorkommens der Dateinamen in der AUTOEXEC.BAT.
Programme, deren Dateinamen in der AUTOEXEC.BAT falsch geschrieben wurden, werden einfach nicht gestartet, d.h. die entsprechenden Einträge werden ignoriert. Ein Vorteil dieses Vorgehens ist, dass man ein Programm einfach deaktivieren kann, indem man seinen Namenseintrag in der AUTOEXEC.BAT "verstümmelt".
Besonderheiten bzgl. bestimmter Startreihenfolgen entnehme man bitte dem Kapitel "Startreihenfolge".
MagiC-eigene Features
Feature Beschreibung
Iconify Das Iconify ist einigen schon von UNIX bzw. X-Windows her
bekannt. Im Wesentlichen bedeutet es soviel wie
"Fensterminimierung" oder "Fensterverkleinerung". Meist
spricht man aber statt von Iconify von "Ikonifizieren",
was nur dem deutsche Äquivalent entspricht. Was macht das
Iconify? Aus einem riesigen Fenster ein winziges,
normalerweise 64x72 Pixel großes Etwas, das am unteren
Bildschirmrand von links nach rechts aufgereiht wird und
per Doppelklick darauf wieder in voller Größe erscheint.
Das Iconify wird i.d.R. durch einen Klick auf das Iconify-
Symbol (Delta-Zeichen/Dreieck mit waagerechter Grundseite)
ausgelöst. Manche Programme unterstützen aber auch die
Tastenkombination "Alternate-Control-Leertaste (Space)",
um ein Fenster zu ikonifizieren. Mit ICFS kann man
übrigens das Iconify konfigurieren, also Startecke,
-richtung und Iconify-Fenstergröße festlegen. Unter
Single-TOS steht Iconify nur mit ICFS zur Verfügung.
Window-Shading Das Window-Shading wurde von WINX eingeführt und ist eine
andere Methode, auf dem Bildschirm Platz zu schaffen. Im
Gegensatz zum Iconify geht es hierbei darum, das Fenster
auf den Fenstermover (die Leiste eines Fensters, mit der
man es verschieben kann) zu reduzieren. Das geschieht
durch Doppelklick auf die Leiste, das Ganze geht auch
genauso retour.
Backdropping Das Backdropping ("Rücksetzen") von Fenstern geschieht
je nach Konfiguration (-> MAGX.INF) entweder durch Klick
auf den Backdropper (das ist ein kleines Symbol in der
Fensterleiste, das ein weisses und ein schwarzes Rechteck
darstellt) oder durch einen einfachen (!) Klick auf die
Fensterleiste. Nach Ausführen der Aktion wird das Fenster
an den Schluss des Fensterstapels gesetzt, so dass nun im
Idealfall alle Fenster erreichbar sein sollten. Fährt man
so fort, erreicht man irgendwann das gewünschte Fenster.
Windowsnutzer sind nie ganz gefeit: Nur mal kurz 'was installiert und schon steht alles. Kein Abgesicherter Modus mehr, nix. Ein Glück: Die Daten sind noch heil. Aber Windows ist platt. Was also machen? Alles neu installieren...
Wenn man dann irgendwann mal bei MagiC PC anlangt, geht einem vielleicht folgendes durch den Kopf:
"Also gut. Erstmal MPC neu installieren, dann die Sicherung des alten Verzeichnisses Programme\MagiC-PC\ zurückkopieren. Pfade und so stimmen ja dann wieder. Die Atari-seitige C:\ habe ich ja als Windows-seitigen Unterordner der C:\-Partition angelegt, also sollte wieder alles laufen."
Stimmt auch fast. Aber wer NVDI 5 benutzt, stellt schnell fest, dass das nicht mehr so funzt wie es sollte. Der Grund: NVDI 5 installiert nicht nur Atari-seitig, sondern auch Windows-seitig. Soweit ja klar, aber: Neben dem Ordner Programme\MagiC-PC\ offenbar auch in anderen; wahrscheinlich in den Tiefen von C:\WINDOWS\.
Daher mein Rat zum Vorgehen bei obiger Konstellation:
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